Datenrettung · 28. November 2024

Festplatte & SSD Datenrettung: Dateisystem- vs. Rohdatenrettung

Wenn es um die Datenrettung von Festplatten und SSDs geht, stößt man auf Begriffe wie „vollständige Datenrettung mit Dateisystem" und „Rohdatenrettung". Doch was bedeuten diese Begriffe, und wie unterscheiden sie sich?

Datenrettung mit Dateisystem

Hier liegt der Fokus darauf, die Struktur deiner Daten wiederherzustellen: Nicht nur die verlorenen Dateien werden gerettet, sondern auch Ordnerstruktur, Dateinamen und Metadaten (z. B. Erstellungs- und Änderungsdaten) bleiben intakt.

Ideal, wenn dein Speichermedium zwar beschädigt ist, das Dateisystem (z. B. NTFS, FAT32 oder exFAT) aber teilweise noch lesbar ist – etwa nach einem plötzlichen Stromausfall.

Rohdatenrettung (RAW-Recovery)

Die Rohdatenrettung kommt zum Einsatz, wenn das Dateisystem irreparabel beschädigt ist oder gar nicht mehr existiert. Dabei werden Datenblock für Datenblock ausgelesen, um so viele Dateien wie möglich wiederherzustellen – unabhängig von der ursprünglichen Struktur. Typisch bei schweren physikalischen Defekten oder nach einer Formatierung: Die Dateien werden anhand ihrer Signatur (z. B. Bilder, Videos, Dokumente) extrahiert.

Die Unterschiede auf einen Blick

Merkmal Mit Dateisystem Rohdatenrettung
Dateistruktur Ordnerstruktur wiederherstellbar Keine Struktur, Dateien isoliert
Metadaten Erhalten (Namen, Datum) Meist nicht erhalten
Einsatzbereich Leichte bis mittlere Schäden Schwer beschädigt / formatiert

Welche Methode passt zu deinem Fall?

Eine Datenrettung wird immer individuell auf den Schaden abgestimmt. Während die Dateisystemrettung den gewohnten Zugriff zurückgibt, ist die Rohdatenrettung die letzte Rettung bei stark beschädigten oder formatierten Medien. Unser Team analysiert den Schaden und entscheidet, welche Methode die bestmögliche Wiederherstellung bietet. Mehr zur Datenrettung →